Für die 7. Klassen des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums Bad Homburg findet der interaktive „Alkohol-Parcours” statt. Das Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe für den Hochtaunuskreis (JJ) organisiert die Veranstaltung und greift auf bewährte Methoden aus etablierten und evaluierten Präventionsprojekten zurück. Im Wesentlichen sind es Methoden aus dem „Klarsicht-Koffer” der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
Bei der Methodenauswahl wurde darauf geachtet, dass das Schlüsselelement der Prävention „die Interaktivität” im Mittelpunkt steht. Hierdurch wird ein längerfristiger Effekt der Methoden gewährleistet. Ein lebendiger und offener Austausch sowie die Auseinandersetzung mit der Thematik Alkohol in Bezug auf die Lebenswelt der Jugendlichen und das, was sie in ihrem Alltag beschäftigt, soll durch das Angebot gewährleistet werden. Alle eingesetzten Mitarbeiter* innen arbeiten nach der Methode der Motivierenden Gesprächsführung (Personenzentrierter Ansatz nach Carl Rogers). Das Projekt wird von den Mitarbeiter*irmen der Mobilen Beratung für die Stadt Bad Homburg v. d. Höhe und dem Projekt HaLT im Hochtaunuskreis koordiniert und durchgeführt. Die vier eingesetzten Methoden sind bereits an vielen Schulen des Landkreises erprobt. Das Angebot ist sehr gut in die schulischen Abläufe zu integrieren und die Schüler* innen fühlen sich erfahrungsgemäß von der Art und Weise der Informationsvermittlung im geschützten Rahmen sehr angesprochen.
Im Folgenden sollen die Methoden kurz vorgestellt werden.

Station 1: „Dreh-Bar”

Bei der „Dreh-Bar” werden die Schüler* innen mit Fragen, die sie vorher auf einer Spielfläche gedreht haben, konfrontiert. Erst hat der/die Schüler*in, die freiwillig gedreht hat, die Möglichkeit zu antworten, dann dürfen alle Gruppenmitglieder Antworten sammeln. Fragen sind zum Beispiel: Wieso trinken Menschen Alkohol? Warum verzichten Menschen auf Alkohol? Wie wirkt Alkohol? Hier werden neben den Motiven des Trinkens und den Motiven der Abstinenz auch Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten im Umgang mit alkoholisierten Freunden thematisiert. 

Station 2: „Trink-Bar”

Bei der Methode „Trink-Bar” werden alkoholische Getränke in Form von „handelsüblichen Mengen” in Standard-Gebinden präsentiert. Als erstes sollen alle dargestellten Getränke benannt werden. Danach wird besprochen welches Getränk ab welchem Alter nach dem Jugendschutzgesetz erworben werden darf. Im nächsten Durchgang wird überlegt, welches der abgebildeten Getränke welchen Alkoholgehalt besitzt und welches durch seine spezifischen Konsummuster eventuell eine größere Gefahr darstellen kann (z.B. Trinken von Alkopops und selbst gemischten Getränke aus der Flasche). Es werden Alkoholgehalt, Trinkgeschwindigkeit und Auswirkungen des Alkoholkonsums thematisiert.

Station 3: „Rechtliche Aspekte”

Hierbei werden in Kleingruppen rechtliche Behauptungen diskutiert, überprüft und möglicherweise korrigiert. (Bsp. „Ein Supermarktverkäufer darf einer volljährigen Person den Verkauf von Alkohol verweigern.”) Es werden die rechtlichen Aspekte über Erwerb und Konsum, sowie Alkohol im Straßenverkehr (speziell als Fußgänger*in oder Radfahrer* in) thematisiert.

Station 4: „Schutzmauer”

Auf Pappwürfeln (Bausteine) sollen Ressourcen und Schutzfaktoren der Schülerinnen und Schüler notiert werden. Sie werden als eine Schutzmauer errichtet. Was schützt euch davor mit Alkohol in Kontakt zu kommen? Was habt ihr in eurem Leben, das euch vor einer Abhängigkeit bewahrt?

 

Das zentrale Ziel ist ein offener Dialog sowohl unter den Jugendlichen als auch zwischen Jugendlichen und den Mitarbeiter* innen des Zentrums für Jugendberatung und Suchthilfe. Des Weiteren stellt die Vermittlung von fundierten und damit glaubwürdigen Informationen ein wichtiges Ziel des Angebots dar. Die Stärkung der Nichtkonsument* innen und die Förderung einer kritischen Haltung zum Alkoholkonsum sowie das Herstellen von Transparenz und Klarheit bezüglich juristischer Grundlagen sind als weitere wichtige Ziele des Parcours zu nennen. Das Kennenlernen persönlicher Ansprechpartner*innen der Mobilen Beratung und des HaLT-Projekts ist ebenfalls ein wichtiger Effekt des Präventionsangebots.

 

Weitere Informationen zum Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe für den Hochtaunuskreis finden sie hier:
https://jj-ev.de/index.php/zentrum-fuer-jugendberatung-und-suchthilfe-fuer-den-hochtaunuskreis 
Weitere Informationen zum Projekt HaLT nachstehend oder unter www.halt.de.

 

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag
Sebastian Engelhardt
(Master Pädagoge)
Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe HTK
Louisenstraße 9
61348 Bad Homburg
Email: zjshtk@jj-ev.de, Tel.: 06172-6008-0

 

Nächster Termin:

keine Termine

 

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