Liebe Eltern,

für die 9. Klassen des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums findet der interaktive „Cannabis-Parcours” statt. Das Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe im Hochtaunuskreis (JJ) hat die Methoden zusammengestellt und greift auf bewährte Methoden aus etablierten und evaluierten Präventionsprojekten zurück.
Das zentrale Ziel ist ein offener Dialog sowohl unter den Jugendlichen als auch zwischen Jugendlichen und den Mitarbeiterinnen des Zentrums für Jugendberatung und Suchthilfe. Des Weiteren stellt die Vermittlung von fundierten und damit glaubwürdigen Informationen ein wichtiges Ziel des Angebots dar.

Die Stärkung der Nichtkonsumentinnen und die Förderung einer kritischen Haltung zum Cannabiskonsum sowie das Herstellen von Transparenz und Klarheit bezüglich juristischer Grundlagen sind als weitere wichtige Ziele des Parcours zu nennen. Das Kennenlernen persönlicher Ansprechpartnerinnen der Mobilen Beratung ist ebenfalls wichtiges Ziel des Präventionsangebots.

Bei der Methode Beipackzettel setzen sich die Schüler innen mit den Gründen, der Wirkung und den Folgen des Cannabiskonsums auseinander. Bei der Übung „Standpunkte” werden Aussagen wie zum Beispiel: “Je früher Jugendliche mit dem Kiffen anfangen, umso größer ist das Risiko, dass sie Suchtprobleme entwickeln.” diskutiert.
Natürlich wird hier von Seiten der Mitarbeiter*innen eine Antwort geliefert.
„JA” Jugendliche entwickeln schneller eine Abhängigkeit als Erwachsene. Der Körper und insbesondere das Gehirn
befinden sich noch im Wachstum. Der Konsum von Cannabis ist in der Pubertät gefährlicher, als im Erwachsenenalter: Gedächtnisstörungen und Lernstörungen sind wissenschaftlich bewiesen. Auch Rückzugstendenzen sind häufiger unter Jugendlichen zu beobachten”.

Bei einer weiteren Station des Parcours werden rechtliche Behauptungen zum Thema Cannabis diskutiert und geklärt.

Der Parcours wird mit dem Errichten einer Schutzmauer abgerundet. Hier sollen Ressourcen und Schutzfaktoren der Schüler* innen notiert und die Fragen: „Was schützt euch davor eine Abhängigkeit zu entwickeln? Was habt ihr in eurem Leben, was euch vor Cannabis bewahrt? ” , beantwortet werden.

Bei der Methodenauswahl wurde darauf geachtet, dass das Schlüsselelement der Prävention „Interaktivität” im
Mittelpunkt steht. Hierdurch wird ein längerfristiger Effekt der Methoden gewährleistet. Ein lebendiger und offener Austausch sowie die Auseinandersetzung mit der Thematik Cannabis in Bezug auf die Lebenswelt der Jugendlichen und das, was sie in ihrem Alltag beschäftigt, soll durch das Angebot gewährleistet werden.

Alle eingesetzten Mitarbeiterinnen arbeiten nach der Methode der Motivierenden Gesprächsführung (Personenzentrierter Ansatz/Carl Rogers). Das Projekt wird von der Mobilen Beratung für die Stadt Bad Homburg v. d. Höhe koordiniert. Zur Durchführung werden geschulte Fachkräfte eingesetzt. Das Projekt stößt in immer mehr Schulen des Hochtaunuskreises auf großes Interesse. Zum einen, weil die Thematik in den Schulen mehr wahrgenommen wird, zum anderen, weil das Angebot sehr gut in schulische Abläufe zu integrieren ist und vor allem, weil es bei den Schülern gut ankommt, sie sich sehr angesprochen fühlen mit der Art und Weise der Informationsvermittlung im geschützten Rahmen.

Zur weiteren Information empfehlen wir Ihnen den Cannabis-Ratgeber für Eltern der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen oder ein persönliches Gespräch mit einer/einem Mitarbeiterin des Zentrums für Jugendberatung und Suchthilfe für den Hochtaunuskreis.

 

https://www.hls-online.org/fileadmin/dokumente/materialien/cannabis/Canabis Eltern 01-17. pdf

 

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag 
Sebastian Engelhardt 
(Master Pädagoge) 
Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe HTK 
Louisenstraße 9 
61348 Bad Homburg 
Email: zjshtk@jj-ev.de, Tel.: 06172-6008-0

 

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